Kategorie: Global, Kunden

überarbeiteter Entwurf zur DIN 19643 Teil 5 erschienen

12.02.2020

Nach Abschluss der Einspruchsberatungen und Durchführung weiterer Untersuchungen liegt nun ein zweiter, überarbeiteter Norm-Entwurf der DIN 19643-5 "Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser - Teil 5: Verfahrenskombinationen mit Nutzung von Brom als Desinfektionsmittel, erzeugt durch Ozonung bromidreichen Wassers" vor.


Mit diesem Teil der DIN 19643 wurde eine erstmals mit Brom eine alternative Möglichkeit der Beckenwasserdesinfektion in das Regelwerk aufgenommen. Grundlage der Verfahrenskombination ist die Bildung von Brom durch Oxidation (Ozonung) von bromidhaltigen Wasser. Dabei wird aufgrund des stets erforderlichen Bromid-Überschusses im Wasserkreislauf das eingesetzte Ozon vollständig umgesetzt und kann somit nicht in das Beckenwasser gelangen.

Der Umstand, dass auch Brom eine ausreichende Desinfektion von Schwimm- und Badebeckenwasser sichergestellt, ist bereits seit den 1960er Jahren bekannt und hinreichend belegt. So ist in jedem bromidhaltigem Wasser (Meerwasser, Solewasser) letztendlich freies Brom (Hypobromige Säure und Hypobromit-Anion) die wirksame desinfizierende Komponente, da die starken Oxidationsmittel freies Chlor und Ozon Bromide in Brom überführen. Da Mess- und Regelung sowie Analytik aber identisch zur Chlorung sind, wurde diesem Umstand in der Vergangenheit nur wenig Bedeutung beigemessen.

Im Einzelnen werden die folgenden Verfahrenskombinationen behandelt:  - Flockung - Ozonung/Desinfektion - Filtration; - Flockung - Ozonung/Desinfektion - Filtration - Adsorption an Kornaktivkohle im Teilstrom. Das Desinfektionsmittel Brom wird dabei jeweils durch die Ozonung bromidreichen Wassers erzeugt.

Die Einspruchsfrist endet am 24. Mai 2020.